HemmingWay holt den ersten Platz beim 27. Hemminger Bosselturnier!

Beim Betreten der Sporthalle standen wir noch vor der Frage: „Warum muss beim Bosseln das Runde in das Eckige und ganz nah an den roten Würfel?“ - Drei Stunden später waren wir unverhofft Turniersieger!

das Hemmingway-Bosselteam: Lutz, Susanne, Katrin & Stefan
Bis dahin hatten wir mit „Boßeln“ eine beliebte nordische Sportart verbunden, die unter freiem Himmel mit Kugeln, Bollerwagen und vor allem mit viel hochprozentiger Flüssigverpflegung ausgeübt wird. Nur eine von uns war schon Mal beim traditionellen Hemminger Bosselturnier dabei gewesen. Durch ihre Erklärung, es sei „Eisstockschießen - nur ohne Eis“ hatten wir zumindest eine vage Vorstellung davon, was uns am 10. November 2012 beim 27. Bosselturnier in der Tribünensporthalle der KGS Hemmingen erwartete.

Zeit zur Orientierung und zum Einspielen blieb uns nicht, denn kaum waren wir in der Sporthalle angekommen, wurde das Turnier auch schon von Arnold Brönner, dem 1. Vorsitzenden der Behindertensportgemeinschaft Hemmingen eröffnet. Die BSG organisiert das Hallenbosselturnier schon seit 1984. 18 Teams waren in diesem Jahr dabei: die Mannschaften der Sportvereine und Freiwilligen Feuerwehren aus Arnum, Devese, Hemmingen und Wilkenburg, die Teams der SPD, CDU, FDP und DUH, die Ortsgruppe des DRLG Hemmingen, der Veranstalter BSG selbst mit einem Damen- und einem Herrenteam und wir von HemmingWay, die als Mixed-Team und Newcomer zum ersten Mal mitmachten. Die Bosselregeln wurden uns dann erst im Verlauf des Turniers klar.

 

HemmingWay ist Pokalsieger!Die Sporthalle war in acht Wurfbahnen mit einem Zielfeld aufgeteilt. Es spielten jeweils zwei Teams mit drei Spielern gegeneinander. Zu jedem Team gehörte außerdem ein Mannschaftsführer, auch „Moar“ genannt, der u. a. für das Punktezählen zuständig war. Die Spieler beider „Moarschaften“ mussten nun versuchen, mit gezielten Würfen ihre „Bosseln“ (runde kegelähnliche Schiebestöcke auf Borsten) über die zwölf Meter lange Wurfbahn möglichst nahe an die im Zielfeld liegende „Daube“ (ein roter Holzwürfel) heranzubringen. Das war gar nicht so leicht und nur mit viel Armschwung, richtig dosiertem Kraftaufwand und guter Zielmotorik hinzubekommen. So fiel denn auch der kristallene Siegerpokal, der am Rand des Spielfelds auf einem Tisch für die Siegerehrung bereit stand, im Verlauf des Wettbewerbs dem engagierten Armschwung eines Bosselspielers zum Opfer und zerbrach in drei Teile.

Nachdem jede „Moarschaft“ gegen acht „gegnerische“ Teams gespielt hatte, wurden die Punkte ausgewertet, und es ging in die Finalrunde. Wir HemmingWayer waren wie vom Donner gerührt, als wir erfuhren, dass wir im Spiel um den ersten Platz gegen die Herrenmannschaft des Veranstalters BSG antreten sollten. Noch viel mehr freuten wir uns darüber, dass  wir dieses Spiel gewinnen konnten. Überglücklich nahmen wir den mittlerweile dreiteiligen Kristallpokal bei der Siegerehrung aus den Händen von Bürgermeister Claus Schacht in Empfang. Zweiter Sieger wurden die BSG Herren und den dritten Platz belegte die DUH.

Das Bosseln hat uns sehr viel Spaß gemacht. Vielen Dank an alle und vor allem die Organisatoren von der BSG! Der geklebte Pokal schmückt mittlerweile unser Vereinsheim Casa Del Vino. Wir sind in zwei Jahren in jedem Fall als Titelverteidiger wieder mit dabei!

Weitere Fotos vom Turnier sind in unserer Bildergalerie: So geht bosseln - jetzt wissen wir's auch :).